Blei in Gebäuden
Blei wurde in Österreich bis weit ins 20. Jahrhundert in Wasserleitungen, Farben, Dichtungen und Lötstellen verwendet. Besonders in Altbauten (vor 1945) sind Bleirohre weit verbreitet. Aber auch in Gebäuden der Nachkriegszeit finden sich bleihaltige Farben und Materialien.
Blei ist ein Nervengift und besonders für Kinder gefährlich: Es beeinträchtigt die neurologische Entwicklung, kann Lernschwierigkeiten verursachen und schädigt Nieren und Blutbildung. Es gibt keinen sicheren Schwellenwert für Bleiexposition bei Kindern.
Wo findet man Blei in österreichischen Gebäuden?
- Wasserleitungen: Bleirohre in Gebäuden vor 1945, teilweise auch bis in die 1960er
- Lötstellen: Bleihaltige Lote an Kupferleitungen
- Farben und Anstriche: Bleiweiß und Bleimennige an Fenstern, Türen, Geländern
- Dachrinnen und Verkleidungen: Bleibleche an Kaminen und Anschlüssen
- Fensterkitt: Älterer Kitt enthält oft Bleiverbindungen
- Keramische Glasuren: Alte Fliesen und Kacheln können bleihaltige Glasuren haben
So testen wir auf Blei
pXRF-Screening vor Ort
Mit meinem portablen Röntgenfluoreszenzgerät (pXRF) kann ich Blei in Sekunden direkt am Material nachweisen — zerstörungsfrei, ohne Probennahme. Die Methode zeigt sofort, ob und wie viel Blei in Farben, Rohren, Lötstellen oder anderen Materialien steckt.
Laboranalyse
Für Wasserproben oder wenn eine quantitative Analyse nach Norm benötigt wird, senden wir Proben an ein nach ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor. Die Bestimmung erfolgt mittels ICP-MS (Massenspektrometrie) — eine der empfindlichsten Methoden für Spurenmetalle.
Bericht und Empfehlung
Du erhältst einen klaren Bericht mit Risikobewertung: Welche Materialien betroffen sind, wie dringend der Handlungsbedarf ist, und welche Maßnahmen sinnvoll sind (Austausch, Sanierung, Monitoring).
Preise für Blei-Tests
- Laboranalyse (Wasser/Material): ab €75 pro Probe
- pXRF-Screening: in der Begehungspauschale enthalten (ab €290)
- Erstberatung: Kostenlos — 15 Minuten Telefon oder Video
Häufige Fragen zum Blei-Test
Bleirohre sind grau, weich und lassen sich mit einem Messer leicht einritzen. Sie kommen vor allem in Gebäuden vor 1945 vor. Mit portabler Röntgenfluoreszenz (pXRF) kann ich Blei in Sekunden direkt am Rohr nachweisen — zerstörungsfrei.
Ja. Der Grenzwert in Österreich liegt bei 10 µg/l (Trinkwasserverordnung). Blei ist besonders für Kinder gefährlich, da es die neurologische Entwicklung beeinträchtigt. Schon geringe Konzentrationen können schädlich sein.
Eine Laboranalyse kostet ab €75 pro Probe. XRF-Screening vor Ort ist in der Begehungspauschale (ab €290) enthalten. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir die sinnvolle Vorgehensweise.
Bei intakter Oberfläche kann Überstreichen eine kurzfristige Lösung sein. Problematisch wird es bei Abblättern, Schleifen oder Renovierung — dann werden Bleipartikel freigesetzt. Vor Sanierungsarbeiten sollte der Bleigehalt unbedingt geprüft werden.
Was kostet die Blei-Sanierung?
Typische Sanierungskosten (Richtwerte)
- Bleirohre ersetzen (Wohnung)€1.000–€4.000
- Bleirohre ersetzen (Haus)€3.000–€10.000
- Bleifarbe überstreichen/kapselnab €500
- Bleifarbe entfernen€1.000–€5.000
Ein Blei-Test ab €75 (oder sofort vor Ort mit pXRF) gibt dir Klarheit — besonders wichtig bei Kindern im Haushalt.
Nach der Sanierung bieten wir eine Kontrollmessung an, um sicherzustellen, dass keine Bleibelastung mehr besteht. Mehr zur Sanierungsbegleitung →