Was sind PAK?
PAK — polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe — sind eine Gruppe von über 100 chemischen Verbindungen, die bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material entstehen. In Gebäuden stammen sie vor allem aus teerhaltigen Produkten: Steinkohlenteer wurde bis in die 1970er-Jahre als Kleber, Beschichtung und Imprägnierung eingesetzt.
Die bekannteste Leitsubstanz ist Benzo[a]pyren (BaP), das von der IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft ist — also als sicher krebserregend für den Menschen. Insgesamt werden 16 PAK-Verbindungen als Leitsubstanzen untersucht (EPA 16).
Wo findet man PAK in österreichischen Gebäuden?
In Gebäuden mit Baujahr vor 1980 können teerhaltige Produkte an vielen Stellen verbaut sein. Die häufigsten Fundorte:
- Schwarzer Parkettkleber: DER Klassiker — teerhaltige Klebstoffe unter Stabparkett, Mosaikparkett und Holzpflaster. Mehr als die Hälfte der schwarzen Parkettkleber in Altbauten enthält hohe PAK-Konzentrationen
- Dachbahnen und Teerpappe: Bitumen- und Teerbahnen auf Flachdächern, unter Dachziegeln und als Abdichtung im Kellerbereich
- Bitumenanstriche: Schwarze Anstriche auf Fundamenten, Kellerwänden und Rohren als Feuchtigkeitssperre
- Teerkork: Korkplatten mit Teerbinder als Trittschalldämmung unter Parkettböden
- Teerpappe unter Bodenbelägen: Schwarze Pappschicht als Dampfsperre zwischen Estrich und Bodenbelag
- Holzimprägnierungen (Carbolineum): Teerölhaltige Holzschutzmittel an Dachstühlen, Zäunen und Außenbauteilen
Der berüchtigte schwarze Parkettkleber
Wenn beim Parkett-Schleifen oder bei der Sanierung eine schwarze, zähe Kleberschicht zum Vorschein kommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um teerhaltigen Parkettkleber mit hohen PAK-Gehalten handelt. Dieser Kleber wurde in Österreich bis etwa 1970 flächendeckend verwendet.
Das Risiko: Beim Schleifen, Abkratzen oder Erhitzen werden PAK-haltige Stäube und Dämpfe freigesetzt. PAK werden sowohl über die Haut als auch über die Atemwege aufgenommen. Deshalb gilt: Vor jeder Bearbeitung testen lassen — erst das Ergebnis, dann die Sanierungsstrategie.
Gesundheitsrisiko und rechtlicher Rahmen
Mehrere PAK-Verbindungen sind nachweislich krebserregend. Benzo[a]pyren ist als IARC-Gruppe-1-Karzinogen klassifiziert. Die Gesundheitsrisiken im Überblick:
- Krebsrisiko: PAK können Haut-, Lungen- und Blasenkrebs verursachen — sowohl durch Einatmen als auch durch Hautkontakt
- Aufnahmewege: Inhalation von Stäuben und Dämpfen (besonders bei Bearbeitung), dermale Aufnahme bei direktem Hautkontakt
- Langzeitwirkung: PAK reichern sich im Körper an und wirken auch bei geringer, wiederholter Exposition schädlich
Der rechtliche Rahmen in Österreich:
- Die REACH-Verordnung (EU) beschränkt PAK in Verbraucherprodukten — Benzo[a]pyren darf 1 mg/kg nicht überschreiten
- Für die Entsorgung teerhaltiger Baustoffe gelten die LAGA-Zuordnungskriterien: Ab bestimmten PAK-Konzentrationen ist eine Deponierung als gefährlicher Abfall erforderlich
- Teerhaltige Materialien müssen vor Sanierung und Abbruch identifiziert und fachgerecht entsorgt werden
So testen wir auf PAK
PAK lassen sich nicht mit bloßem Auge sicher identifizieren — eine schwarze Farbe allein ist kein Beweis. Unser Ablauf:
1. Begehung und Probenahme
Ich komme persönlich und identifiziere verdächtige Materialien anhand von Baualter, Einbausituation und optischen Merkmalen. Ein erster Schnelltest mit UV-Lampe zeigt, ob teerhaltige Materialien vorliegen (PAK fluoreszieren typisch gelblich-grün unter Schwarzlicht). Materialproben werden fachgerecht entnommen.
2. Laboranalyse mittels GC-MS
Die Proben werden im Labor mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) auf die 16 EPA-PAK-Leitsubstanzen analysiert. Damit werden die einzelnen PAK-Verbindungen qualitativ und quantitativ bestimmt — inklusive Benzo[a]pyren als wichtigster Leitsubstanz.
3. Bericht und Empfehlung
Du erhältst einen verständlichen Bericht mit den Analyseergebnissen, einer Einordnung nach LAGA-Kriterien und konkreten Handlungsempfehlungen: Belassen, fachgerecht überdecken oder entfernen — mit Hinweisen zur richtigen Entsorgung.
Preise für PAK-Analysen
Transparente Preise ohne versteckte Kosten:
- Einzelanalyse PAK (EPA 16): ab €75 pro Materialprobe
- Begehungspauschale: €290 (Hauskauf) bzw. €350 (Sanierung) — inkl. Probenahme, Bericht und Empfehlung
- Erstberatung: Kostenlos — 15 Minuten Telefon oder Video
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, wie viele Proben sinnvoll sind, damit du vorab Klarheit über die Kosten hast.
Häufige Fragen zur PAK-Analyse
Der schwarze Kleber unter altem Parkett ist in den meisten Fällen ein teerhaltiger Parkettkleber, der bis in die 1970er-Jahre verwendet wurde. Er enthält häufig hohe Konzentrationen an PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen), darunter das krebserregende Benzo[a]pyren. Vor dem Schleifen oder Entfernen sollte unbedingt eine PAK-Analyse durchgeführt werden.
Eine Einzelanalyse auf PAK kostet ab €75 pro Materialprobe. Die Begehungspauschale liegt bei €290–€350. Im kostenlosen Erstgespräch besprechen wir, wie viele Proben sinnvoll sind.
PAK sind eine Gruppe von über 100 Verbindungen, von denen mehrere als krebserregend eingestuft sind. Benzo[a]pyren gilt als Leitsubstanz und ist von der IARC als Karzinogen der Gruppe 1 (sicher krebserregend für den Menschen) klassifiziert. Die Aufnahme erfolgt über Hautkontakt, Einatmen von Staub und Dämpfen — besonders bei Bearbeitung teerhaltiger Materialien.
Eine UV-Lampe (Schwarzlicht) kann einen ersten Hinweis geben: Teerhaltige Materialien fluoreszieren typischerweise gelblich-grün unter UV-Licht. Das ist allerdings nur ein Schnelltest und kein Beweis. Für eine rechtssichere Bewertung und genaue Konzentrationsbestimmung ist eine Laboranalyse mittels GC-MS (Gaschromatographie-Massenspektrometrie) notwendig.
Was kostet die PAK-Sanierung?
Typische Sanierungskosten (Richtwerte)
- PAK-Parkettkleber entfernen€2.000–€8.000
- PAK-haltige Dachbahnen entsorgen€1.500–€5.000
- Teerbeschichtungen im Keller€1.000–€4.000
Eine PAK-Analyse ab €75 gibt dir Klarheit — bevor du beim Bodenverlegen eine böse Überraschung erlebst.
Nach der Sanierung bieten wir eine Freimessung an: Raumluftmessung, um zu dokumentieren, dass keine PAK-Belastung mehr nachweisbar ist. Mehr zur Sanierungsbegleitung →