Was ist Radon?

Radon (Rn-222) ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran-238 im Boden und Gestein entsteht. Es ist farb- und geruchlos und dringt über Risse, Fugen und undichte Stellen im Fundament in Gebäude ein.

In geschlossenen Räumen kann sich Radon anreichern und über die Atemluft in die Lunge gelangen. Die radioaktiven Zerfallsprodukte schädigen das Lungengewebe und können Lungenkrebs verursachen. Die WHO stuft Radon als gesichertes Karzinogen ein — es verursacht weltweit schätzungsweise 3–14 % aller Lungenkrebsfälle.

Radon in Österreich

Österreich hat aufgrund seiner Geologie — insbesondere in den Alpen und den kristallinen Gebieten — eine der höchsten Radonbelastungen in Europa. Die wichtigsten Fakten:

  • 104 Radonschutzgebiete sind in der Radonschutzverordnung (BGBl. II Nr. 407/2020) ausgewiesen
  • Der Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³ im Jahresmittel für bestehende Gebäude
  • Für Neubauten in Radonschutzgebieten gelten verschärfte Bauvorschriften
  • Arbeitsplätze müssen seit dem Strahlenschutzgesetz 2020 ebenfalls gemessen werden
  • Die WHO empfiehlt einen deutlich niedrigeren Wert von 100 Bq/m³

So messen wir Radon

Langzeitmessung mit Exposimetern

Die Standardmethode: Passive Detektoren (Exposimeter) werden für mindestens 3 Monate in den relevanten Räumen aufgestellt — idealerweise in der Heizperiode, wenn Fenster geschlossen bleiben. Die Auswertung erfolgt im akkreditierten Labor. Das Ergebnis entspricht dem verlässlichen Mittelwert.

Echtzeit-Monitoring mit Sensorik

Für schnelle Orientierung oder begleitendes Monitoring setze ich elektronische Radon-Sensoren ein. Diese liefern stündliche Messwerte und zeigen tageszeitliche Schwankungen. Besonders nützlich bei Sanierungsbegleitung oder wenn eine erste Einschätzung benötigt wird.

Begleitende Baugrunduntersuchung

Bei Neubauprojekten in Radonschutzgebieten empfehle ich eine Bodenluftmessung, bevor gebaut wird. So kann die Radonschutzmaßnahme gezielt dimensioniert werden.

Preise für Radon-Messungen

  • Exposimeter-Messung: ab €75 pro Messpunkt (inkl. Laborauswertung)
  • Echtzeit-Screening: Im Rahmen der Begehung (ab €290 Pauschale)
  • Erstberatung: Kostenlos — 15 Minuten Telefon oder Video

Im Erstgespräch prüfen wir gemeinsam, ob deine Gemeinde im Radonschutzgebiet liegt und welche Messstrategie sinnvoll ist.

Häufige Fragen zur Radon-Messung

Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran im Boden entsteht. Es dringt über Risse und Fugen in Gebäude ein und ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. In Österreich gibt es 104 ausgewiesene Radonschutzgebiete.

Die Standardmethode ist eine Langzeitmessung über mindestens 3 Monate mit passiven Exposimetern. Für schnelle Orientierung setzen wir auch elektronische Echtzeit-Sensoren ein, die sofortige Ergebnisse liefern.

Eine Radon-Messung mit Exposimetern kostet ab €75 pro Messpunkt. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, wie viele Messpunkte sinnvoll sind und ob deine Gemeinde im Radonschutzgebiet liegt.

Der österreichische Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³ im Jahresmittel. Die WHO empfiehlt 100 Bq/m³. Bei Überschreitung sind Sanierungsmaßnahmen wie verbesserte Belüftung oder Radonabsaugung sinnvoll.

Was kostet die Radon-Sanierung?

Typische Sanierungskosten (Richtwerte)

  • Radon-Absaugung (Sub-Slab-Depressurization)€2.000–€5.000
  • Abdichtung Bodenplatte€1.000–€4.000
  • Lüftungsanlage mit Radon-Schutz€3.000–€8.000

Eine Radon-Messung ab €75 gibt dir Klarheit — bevor du dich und deine Familie einem unsichtbaren Risiko aussetzt.

Nach baulichen Maßnahmen bieten wir eine Kontrollmessung an, um die Wirksamkeit der Radon-Sanierung zu dokumentieren. Mehr zur Sanierungsbegleitung →

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