Die Nachkriegszeit — pragmatisch gebaut
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste in Österreich schnell und günstig gebaut werden. Materialmangel führte zu kreativen Lösungen — und zum Einsatz neuer industrieller Baustoffe, deren Gesundheitsrisiken noch nicht bekannt waren. Gleichzeitig wurden viele Altbauten mit neuen Materialien renoviert.
Diese Bauepoche markiert den Übergang: Die alten Probleme (Blei) sind noch da, und die neuen (Asbest, Holzschutzmittel) beginnen. Das Schadstoffprofil ist entsprechend vielfältig.
Typische Schadstoffe in Nachkriegsbauten
Asbest
Die Nachkriegszeit markiert den Beginn des massenhaften Asbest-Einsatzes in Österreich. Eternitplatten am Dach, Rohrummantelungen und erste asbesthaltige Putze und Spachtelmassen kamen auf den Markt.
Asbest-Test →Blei
Bleirohre wurden in den 1950ern noch vereinzelt verlegt. Bleihaltige Farben (Bleiweiß, Bleimennige) waren weiterhin Standard für Fenster, Türen und Heizkörper.
Blei-Test →PAK (Teerprodukte)
Schwarzer Parkettkleber kam in den 1950ern auf und wurde zum Standardprodukt. Dachbahnen und Bitumenanstriche auf Teerbasis enthalten häufig krebserregende PAK.
PAK-Analyse →Holzschutzmittel
In den 1950ern begann der massenhafte Einsatz von PCP- und lindanhaltigen Holzschutzmitteln. Dachstühle aus dieser Zeit wurden häufig prophylaktisch behandelt.
Holzschutzmittel-Test →Wann ist ein Schadstoff-Check nötig?
- Vor dem Kauf: Nachkriegsbauten können ein breites Schadstoffspektrum aufweisen — ein Schadstoff-Check gibt Klarheit vor der Kaufentscheidung
- Vor Sanierung: Beim Entfernen von Bodenbelägen, Putz oder Dacheindeckung können Schadstoffe freigesetzt werden
- Bei Dachausbau: Holzschutzmittel im Dachstuhl prüfen, bevor der Dachboden zum Wohnraum wird
- Bei alten Wasserleitungen: pXRF-Test auf Blei, besonders wenn Kleinkinder im Haushalt leben
Häufige Fragen zu Nachkriegsbauten
In Nachkriegsbauten findet man häufig erste Asbestprodukte (Eternit, Rohrummantelungen), Bleirohre und Bleifarben, PAK in schwarzen Klebern und Dachbahnen sowie Holzschutzmittel in nachträglich behandelten Dachstühlen.
Ja, der Einsatz von Asbest begann in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Eternitplatten, Rohrummantelungen und erste asbesthaltige Putze wurden ab den 1950ern verbaut. Eine Untersuchung vor Sanierung ist empfehlenswert.
In den 1950ern wurden teilweise noch Bleirohre verlegt, zunehmend aber durch Kupfer- und Stahlleitungen ersetzt. Ein pXRF-Test bringt in Sekunden Klarheit.
Die Begehungspauschale liegt bei €290 (Hauskauf) bzw. €350 (Sanierung), plus Analysekosten ab €75 pro Probe. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche Analysen sinnvoll sind.
Klarheit ab €290
In Nachkriegsbauten 1945–1960 treffen wir häufig auf Bleirohre, frühen Asbest-Einsatz und PAK-haltige Kleber. Eine Messung ab €290 klärt, was in deinem Gebäude steckt — bevor deine Sanierung zur Gefahrenzone wird.
Nach der Sanierung bieten wir eine Freimessung an, um die sichere Freigabe zu dokumentieren. Mehr zur Sanierungsbegleitung →