Die Übergangszeit — noch nicht ganz sauber
Die 1980er Jahre markieren den Beginn des Umdenkens in der Baustoffindustrie. Die Gesundheitsrisiken von Asbest, PCB und Holzschutzmitteln wurden zunehmend erkannt, und erste Verbote wurden vorbereitet. Aber: Bis zum tatsächlichen Inkrafttreten der Verbote wurden die Materialien weiterhin verbaut.
Das bedeutet: Gebäude aus den 1980ern können durchaus noch Asbest, alte KMF, PCB-Restbestände und Holzschutzmittel enthalten — wenn auch in geringerer Häufigkeit als in der Vorgänger-Epoche.
Typische Schadstoffe in 80er-Jahre-Häusern
Asbest
Asbest war in Österreich bis 1990 legal. Auch in den 1980ern wurden Eternitplatten, Fliesenkleber, Spachtelmassen und Faserzementrohre verbaut — die letzte Generation von Asbestprodukten.
Asbest-Test →KMF (Alte Mineralwolle)
Mineralwolle-Dämmstoffe vor 1996 enthalten biopersistente Fasern. Bei Dachausbau oder Fassadensanierung unbedingt prüfen lassen — optisch nicht von moderner Mineralwolle zu unterscheiden.
KMF-Analyse →Holzschutzmittel
PCP wurde in Österreich Ende der 1980er verboten. Dachstühle dieser Epoche können noch behandelt sein, besonders wenn sie in der ersten Hälfte der 1980er gebaut wurden.
Holzschutzmittel-Test →Formaldehyd
Spanplatten aus den 1980ern gasen oft noch Formaldehyd aus — besonders in Fertighäusern. Der typische „Fertighausgeruch" ist häufig ein Hinweis auf erhöhte Formaldehyd-Werte.
VOC-Messung →Radon
Radon ist ein geologisches Thema, unabhängig vom Baujahr. In 80er-Jahre-Häusern mit undichtem Kellerabschluss kann Radon aus dem Boden eindringen.
Radon-Messung →Wann braucht ein 80er-Jahre-Haus einen Schadstoff-Check?
- Vor dem Kauf: Empfohlen, besonders bei Baujahr vor 1990 (Asbest möglich)
- Bei Dachausbau: Unbedingt Dämmung auf alte KMF prüfen und Dachstuhl auf Holzschutzmittel
- Bei Bad-Sanierung: Fliesenkleber und Spachtelmassen auf Asbest testen
- Bei Fertighäusern: VOC-/Formaldehyd-Messung bei auffälligem Geruch
- Im Radonschutzgebiet: Radon-Messung unabhängig vom Baujahr
Häufige Fragen zu 80er-Jahre-Häusern
Ja, das ist möglich. Das Asbestverbot in Österreich trat erst 1990 in Kraft. Bis dahin wurden Asbestprodukte weiterhin verbaut — besonders Fliesenkleber, Spachtelmassen und Faserzementprodukte. Eine Laboranalyse bringt Klarheit.
Mineralwolle vor 1996 enthält biopersistente Fasern und gilt als potenziell krebserregend. Bei Dachausbau oder Fassadensanierung sollte die Dämmung vorab geprüft werden.
Fertighäuser dieser Epoche können erhöhte Formaldehyd-Emissionen aufweisen — aus Spanplatten und Klebstoffen. Der typische „Fertighausgeruch" ist oft ein Hinweis. Eine VOC-Raumluftmessung bringt Klarheit.
Bei Kauf oder Sanierung: ja, empfohlen. Die 1980er sind eine Übergangszeit — weniger belastet als die 1960er–1970er, aber die meisten kritischen Stoffe waren noch im Einsatz. Ein Schadstoff-Check ab €290 gibt Sicherheit.
Klarheit ab €290
In 80er-Jahre-Gebäuden war Asbest noch legal, KMF-Dämmung noch biopersistent. Eine Messung ab €290 klärt, ob dein Gebäude betroffen ist — bevor deine Sanierung zur Gefahrenzone wird.
Nach der Sanierung bieten wir eine Freimessung an, um die sichere Freigabe zu dokumentieren. Mehr zur Sanierungsbegleitung →